Logistik

Der Zivilschutz ist das logistische Rückgrad des Bevölkerungsschutzes. Neben der Logistik für die eigenen Formationen sind auch logistische Aufgaben für die Partnerorganisationen und die Bevölkerung sicherzustellen.

Die Logistik gliedert sich in vier Fachbereiche:

  • Versorgung
  • Haushaltführung
  • Material
  • Anlagen

Versorgung

Der Versorgungsdienst sichert die Verpflegung des eigenen Personals während seinen Dienstanlässen.
Er verpflegt im Ereignisfall die im Einsatz stehenden Personen des Bevölkerungs-schutzes und gegebenenfalls auch notbedürftige Personen wie Betroffene, Evakuierte, usw.)

Neben den unabhängigen und notstromgesicherten Küchen in den Schutz-anlagen des Zivilschutzes stehen dem Zivilschutz zwei einsatzbereite mobile Küchen mit einer Kapazität von je 150 Verpflegungseinheiten pro Kochgang zur Verfügung.

Haushaltführung

Die Haushaltführung des Zivilschutzes beinhaltet zwei Rechnungsabschlüsse. Einerseits die Rechnungsrührung, andererseits die Dienstanlassabrechnung.

Rechnungsführung

Beinhaltet die Abrechnung der Schutzdienstpflichtigen gemäss den rechtlichen Grundlagen des Bundes. Sie beinhaltet die Funktionsentschädigung (Sold), die Wegentschädigung für das Einrücken und die Entlassung, sowie die Erwerbsausfallkarte für den Arbeitgeber.

Dienstanlassabrechnung

Die Dienstanlassabrechnung enthält sämtliche Einnahmen und Ausgaben, die bis dem Anlass in Verbindung stehen, auch diejenigen, die durch Dritte geleistet werden (Baumaschineneinsatz, Materiallieferungen, usw.).

Material

  • Bund, Kanton und Gemeinden sind zuständig für das Material der Zivilschutzorganisationen. 
  • Der Bund ist für jenes Material, das in seine Zuständigkeit fällt und im Hinblick auf einen bewaffneten Konflikt benötigt wird, wie Telematiksysteme, Alarmierungs- systeme und das standardisierte Material zuständig.
  • Der Kanton ist für das Material zuständig, das für die Katastrophen und Nothilfe benötigt wird. Er kann spezielles Material beschaffen und koordiniert die Materialbeschaffung der Zivilschutzorganisationen.
  • Der Kanton legt die minimalen Materialstandards der Zivilschutzorganisationen fest.
  • Die Gemeinden beschaffen das Zivilschutzmaterial nach Vorgaben des Bundes und des Kantons. Sie sind für die Wartung, den Unterhalt und den Ersatz des Materials zuständig.
  • Der Kanton führt eine zentrale Materialdatenbank, die den Zivilschutzorganisationen für die Materialbewirtschaftung zugänglich ist. Er kontrolliert periodisch das Material, die Wartung und den Unterhalt.

Anlagen

  • Bund, Kanton und Anlageeigentümer sind zuständig für die Schutzanlagen des Zivilschutzes.
  • Der Bund regelt die Erstellung, die Ausrüstung, den Unterhalt, die Erneuerung und die Umnutzung der Schutzanlagen des Zivilschutzes.
  • Der Kanton legt nach Vorgaben des Bundes den Bedarf der Schutzanlagen fest und sorgt für die Erstellung, die Ausrüstung, den Unterhalt und die Erneuerung der Schutzanlagen.
  • Die Gemeinden, als Eigentümerin der Kommandoposten, Bereitstellungsanlagen und geschützten Sanitätsstellen des Zivilschutzes stellen die Betriebsbereitschaft der Schutzanlagen sicher.
  • Der Kanton prüft im Auftrage des Bundes die Einsatzbereitschaft der Schutzanlagen mit der periodischen Anlagekontrolle (PAK). Er ist in allen Belangen der Schutzanlagen Kontaktpartner der Eigentümer und der Zivilschutzorganisation und bestimmt, ob eine Anlage aktiv gehalten wird oder in eine reduzierte Einsatzbereit- schaft versetzt wird.